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    descriptionVollmond
    Jeder zehnte Deutsche ist betroffen: Die Nachtruhe ist gestört, erholsamer Schlaf stellt sich nicht ein. Auslöser sind Atemaussetzer, Alkohol, Hormone oder die Gene.
    descriptionGrafik: Brustkorb
    Asthma ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege. Wiederholte Anfälle von Atemnot und Husten sind ihre typischen Symptome.
    descriptionBlutdruckmessung
    Tückisch: Zu hoher Blutdruck tut selten weh. Deshalb wird er oft nur zufällig entdeckt. Doch er ist Hauptrisikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall.
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    Tipps gegen Schlafstörungen

    Viele wälzen sich nachts hin und her, finden einfach keinen erholsamen Schlaf – und das kann gesundheitliche Folgen haben. Doch schon einfache Maßnahmen und Naturheilmittel wie Baldrian können die nächtliche Unruhe lindern. Was Sie selbst gegen Schlafprobleme tun können, dazu beraten wir Sie gerne bei uns in der Apotheke.

    Beinahe jeder Dritte leidet laut einer Umfrage unter Schlaflosigkeit oder Schlafstörungen. Und das ist nicht ungefährlich: „Schlafmangel trägt zu Bluthochdruck, koronarer Herzerkrankung, Schlaganfall, Magen-Darm-Erkrankungen und psychiatrischen Störungen wie Depressionen bei“, sagt der Regensburger Schlafforscher Dr. Jürgen Zulley. Gestörter Schlaf kann auch zur Karrierebremse werden: Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen, abgespanntes Aussehen und nachlassende geistige Leistung beeinträchtigen viele, die nachts nie die erforderliche Ruhe finden.

    Während wir schlafen, legt unser Körper eine Nachtschicht ein
    Schlaf ist nicht einfach nur ein Zustand, in dem alle Körperfunktionen zu Erholungszwecken abgeschaltet werden. Im Gegenteil: Während dieser „Nachtschicht“ werden viele Organe des Körpers generalüberholt, der Hormonhaushalt in Ordnung gebracht, Zähne, Knochen und Sehnen repariert. Außerdem erneuern sich in dieser Zeit Zellen und das Abwehrsystem beseitigt Krankheitserreger. Seelische Probleme, die tagsüber im Unterbewusstsein abgeladen wurden, werden in Träumen verarbeitet. Damit dies alles ungestört ablaufen kann, werden Herzschlag, Körpertemperatur, Atmung und Verdauung auf ein Minimum verringert.

    Nicht immer sind starke Medikamente erforderlich, um bei Schlafstörungen wieder ruhig schlafen zu können. Viel wichtiger ist es, bestimmte Verhaltensmaßregeln zu verinnerlichen. 

    Tipps zum Einschlafen
    • Gehen Sie erst zu Bett, wenn Sie wirklich müde sind. Zu frühes Zubettgehen führt häufig zu Einschlafproblemen.
    • Stehen Sie morgens immer um die gleiche Uhrzeit auf – auch am Wochenende und im Urlaub.
    • Wenn Sie Alltagsprobleme haben, hilft es meist, sie vor dem Schlafengehen einfach aufzuschreiben. Dann kann das nächtliche Grübeln, das vielen den Schlaf raubt, entfallen.
    • Essen Sie die letzte Mahlzeit mindestens zwei Stunden vor dem Zubettgehen. Ein voller Bauch behindert das Ein- und Durchschlafen.
    • Verzichten Sie nach 18 Uhr auf anregenden Tee, Kaffee und koffeinhaltige Softdrinks.
    • Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft kann gesunden Schlaf begünstigen. Jedoch sollten Sie sich unmittelbar vor dem Schlafengehen nicht zu sehr anstrengen – ein Spaziergang ist in Ordnung.
    • Bei Einschlafstörungen hilft oft ein warmes Vollbad mit 38 Grad – wenn Sie mögen, können Sie noch entspannende Badezusätze mit Hopfen, Lavendel, Melisse oder Baldrian hinzugeben.
    • Das Bett sollte nur zum Schlafen da sein – nicht zum Fernsehen, Schmökern oder Essen.
    •  Schaffen Sie die richtigen Schlafbedingungen: Im Schlafzimmer sollte es möglichst nicht wärmer als 18 Grad warm und die Luftfeuchtigkeit nicht höher als 50 Prozent sein. Sorgen Sie außerdem für Frischluft, indem Sie vor dem Schlafengehen lüften.
    • Alkohol hilft zwar beim Einschlafen, belastet jedoch die Leber, die nachts schon genügend mit der Entgiftung des Körpers zu tun hat. Deshalb beeinträchtigt Alkohol auch den Tiefschlaf und die Träume.
    • Sollten Sie nachts aufwachen, wälzen Sie sich nicht schlaflos im Bett herum, sondern stehen Sie auf und lesen Sie, bis Sie sich wirklich müde fühlen.
    So sollte Ihr Bett sein, damit Sie gut schlafen können
    • Die Maße des Bettes können wichtig sein: Ein Meter Breite pro Person gilt als ideal. Es sollte insgesamt 20 Zentimeter länger als die Person sein.
    • Ein flexibler Lattenrost passt sich dem Körper an wichtigen Stellen wie Schultern, Lendenwirbelsäule und Beckenbereich an und entlastet sie.
    • Matratzen sollten nicht zu hart sein, sonst entsteht Blutstau in den Gefäßen. Ist sie jedoch zu weich, entlastet sie den Körper zu wenig.
    • Das Bettzeug sollte der Jahreszeit angepasst sein – also nicht zu warm, aber auch nicht zu dünn.
    • Orthopädische Kissen entlasten die Nackenmuskulatur.
    Baldrian, Hopfen und Melisse für besseren Schlaf
    Wenn Sie trotzdem einmal nicht schlafen können, sind Naturheilmittel einen Versuch wert. Baldrian wirkt schlaffördernd, entspannend und beruhigend. Er kommt entweder als Einzelsubstanz oder in Kombination mit anderen Arzneipflanzen wie Melisse, Passionsblume und Hopfen zum Einsatz. Wichtig: Geben Sie nicht sofort aufgeben, wenn Sie nach ein paar Nächten noch keine Verbesserung bemerken. Es kann ein paar Wochen dauern, bis die schlaffördernden Pflanzenwirkstoffe ihre volle Wirkung entfalten.

    Schlafmittel verschreiben Ärzte heutzutage möglichst erst, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Dazu steht eine ganze Reihe von modernen Präparaten zur Verfügung, die auch tagsüber keine Müdigkeit zurücklassen. Sie sollten sich jedoch keinesfalls auf eigene Faust mit Schlaftabletten behandeln. Denn das führt dazu, dass mögliche ernste Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzschwäche, Asthma, Diabetes oder Schilddrüsenüberfunktion als Ursache der Schlafstörung nicht erkannt und behandelt werden können.

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    Was Sie selbst gegen Schlafstörungen tun können und welche Mittel zur Behandlung angewandt werden, erfahren Sie bei uns in der Apotheke.


    Quellen:
    GfK: Erkältungen und Schlafprobleme sind häufigste Gesundheitsbeschwerden
    obx-medizindirekt: Gesundheit gibt’s umsonst – im Schlaf

    vitanet.de: Naturheilmittel gegen Schlafstörungen

    Frau macht das Fenster zum Lüften auf
    © Thinkstock
    Für das richtige Schlafklima sorgen: Lüften Sie Ihr Schlafzimmer vor dem Schlafengehen gut durch.